Der Halt des ICE in Wolfsburg auf der Fahrt nach Berlin scheint für die Bahn eine zu große Herausforderung zu sein / Foto: resch

Wolfsburg WB/resch) - Sie haben es schon wieder vergessen! Die Deutsche Bahn gibt sich der Lächerlichkeit preis. Schon wieder rauschte am Sonntag ein ICE ohne Halt durch Wolfsburg. Erst am Montag folgten dann die bundesweiten Reaktionen.

Auch von mehreren überregionalen Medien wurde das Thema aufgegriffen. Die Bahn entschuldigt sich für die Panne, die schon Gefahr läuft zum Dauerbrenner zu avancieren

„Wir entschuldigen uns bei unseren Fahrgästen für die Unannehmlichkeiten, die sie durch den ausgelassene Halt in Wolfsburg hatten“, so eine Sprecherin der Bahn. Momentan solle geklärt werden, warum der Zug am Sonntagmittag nicht in Wolfsburg hielt. Das Auslassen eines Halts sei eine Ausnahme, wurde betont. Jeder einzelne Fall werde ausgewertet, darüber hinaus würden Vorkehrungen getroffen, solche Fälle in Zukunft möglichst auszuschließen.

Derartige Pannen können nicht akzeptiert werden. Zuletzt hatte die Deutsche Bahn den fahrplanmäßigen Halt in Wolfsburg im September verpasst. Weitere Durchfahrten gab es 2016 und 2011 wurde der fahrplanmäßge Halt gleich dreifach innerhalb kurzer Zeit "verpasst". Die ganze Republik amüsierte sich und es wurden Preise ausgelobt, wenn der ICE in Wolfsburg hält.

Vom Fahrgastverband „Pro Bahn“ wurde nun eine Lösung vorgeschlagen: Häufigere Stopps in Wolfsburg! „Pro Bahn“-Sprecher Karl-Peter Naumann dazu: „Jeder Zug von und nach Berlin sollte in Wolfsburg halten.“ Der Fehler passiere nur, wenn unklar ist, ob die Volkswagen-Stadt ein Zwischenhalt sei, erklärte er

Die Fahrgäste des ICE, der am Sonntag - einmal mehr - an Wolfsburg vorbeifuhr, hatten versucht einen Zugbegleiter zu informieren. Der Initiative von Fahrgästen war es zu verdanken, dass der Zug nicht erst in Berlin-Spandau hielt, sondern die unfreiwillig Weiterreisenden bereits in Stendal aussteigen konnten.

Am Bahnhof Wolfsburg ertönte die Durchsage, dass der ICE hält. Der Zug hielt allerdings nicht. Am Info-Schalter wurde dann zu allem Überfluß auch noch die Auskunft erteilt, der ICE würde erst in Berlin erneut halten, obwohl der Zug bereits in Stendal hielt.

Also darf man zusammenfassen, dass die Bahn dringlichst an der Kommunikation innerhalb des Hauses arbeiten muss, aber auch daran, dass die eingesetzten Mitarbeiter eindeutige und klare Ansagen erhalten, die sie dann auch noch einhalten müssen. In diesem Sinne:  warten wir´s ab, wann der nächste Zug "durchrauscht"